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RSG Members & Friends auf Großer Weserrunde veranstaltungen_grosse_weserrunde_2014.html

 

Für den einen von langer Hand geplant, von anderen locker ins Auge gefasst oder last-minute entschieden: zur 2014er "Großen Weserrunde" trafen sich am 6. September in unchristlicher Frühe die RSG-Fahrer Uwe und Matthias mit den RSG-Freunden Norbert und Sabine am Ernestinum in Rinteln. Während Uwe ja bekanntlich ein erfahrener Brevet-Fahrer ist, war es für Matthias der erste Ritt dieser Art. Und dass man die Große Weserrunde aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich betrachten kann, zeigt der nachfolgende Bericht von Uwe und Matthias:

Uwe: Mein Begleiter Bernd war bereits am Freitag aus Bassum mit seinem Velomobil angereist und hatte bei uns übernachtet. Er ist so beredt wie ich schweigsam. Wir ergänzen uns also prima. Auf der noch nächtlichen Anfahrt nach Rinteln überholte uns ein hupender Mercedes mit Hannoveraner Kennzeichen, also Matthias.

Matthias: Während wir 3 Männer in aller Ruhe das perfekte Frühstück des Veranstalters genossen, kam Sabine just-in-time wenige Minuten vor dem Start. Gestartet wurde in bis zu 12-köpfigen Gruppen im Abstand von 3 Minuten, und so ging es um exakt 6:48 Uhr auf die brevetmäßig NICHT ausgeschilderte Strecke. Auf der rechten Weserseite legten wir im dichten frühmorgendlichen Nebel ein atemberaubendes Tempo vor: bis zur ersten Kontrolle nach 55 km wurde ein Schnitt von deutlich über 30 km/h gefahren und wir fragten uns schon, wie lange wir das wohl durchhalten.

Uwe: Mit Velomobilen bildet man schnell ein eigenes Grüppchen, bedingt durch den bauartbedingten Fahrstil. In der Ebene mit 40-45 km/h braucht es keinen Rückspiegel für andere Teilnehmer. In Steigungen um 2% kommen die schnellen Rennradler von hinten langsam näher. Wird es noch „steiler" mit 6-8% geht die Geschwindigkeit schnell in den einstelligen Bereich. In Gefällen reicht das Spektrum vom gemütlichen Rollen mit über 60 km/h bis zu Sorgen um die Standfestigkeit der Bremsen.
Bernd hatte mir zuliebe vorher versprochen, nicht so viele Pausen zu machen. Dummerweise hatten wir nicht über die Länge verhandelt. Ich muss aber zugeben, dass es auch ganz nett ist mit anderen zu plaudern und auch die anderen Members & Friends immer mal wiederzusehen.

Matthias: Gestärkt mit Brötchen und Kaffee fanden wir nach der ersten Kontrolle eine kleinere Gruppe, mit der wir aber häufiger von der eigentlichen Strecke abwichen und so zielsicher die weiteren Kontroll- und Verpflegungsstationen umfuhren. Das sparte zwar Zeit, aber wir hatten dann nach 105 km ohne Pause die Warmverpflegung in Hannoversch-Münden bitter nötig. Dunkel aufziehende Wolken mahnten zur Weiterfahrt, und tatsächlich mussten wir dann einige km über nasse Straßen fahren. Offensichtlich hatte es während unserer Mittagspause geregnet. Links der Weser und diesmal unter Mitnahme wirklich ALLER Verpflegungsstellen bei teils herrlichem Sonnenschein genossen wir die schöne und jetzt wirklich leicht zu fahrende Strecke. Um die gute Laune und die Leichtigkeit des Fahrens nicht zu riskieren, entschieden wir uns in Brevörde gegen die Ottensteiner Hochebene und für die flache Variante bis zum Ziel, das wir nach 312 km um 19:30 Uhr deutlich VOR der anvisierten Zeit erreichten. Auch im Ziel überraschte uns der Veranstalter wiederum positiv: bei leckerem Sahnegeschnetzelten, Krautsalat und Erdinger Alkoholfrei SATT ließen wir einen perfekten Tag gesellig ausklingen.

Uwe: Nachdem wir es uns an der Kontrolle in Polle haben richtig gutgehen lassen mit leckerem Kuchen und Getränken bis zum Abwinken, ging es durch das schöne und verkehrsarme Glessetal aufwärts zur Ottensteiner Höhe, wo man an klaren Tagen eine großartige Aussicht hat. Auf den letzten Kilometern sammelt man noch einige Höhenmeter bei Amelgatzen und Aerzen.

Matthias: Fazit: zur Nachahmung empfohlen, aber mehr Kilometer müssen es wirklich nicht sein. Und ein großes Kompliment an den Veranstalter!

Uwe: Ich hatte die gesamte Fahrt das Gefühl, dass das Rad nicht richtig läuft. Montag habe ich dann doch mal den Luftdruck geprüft. Wem 360 km mit An- und Abreise nicht ausreichen, der fährt einfach mal mit 4 bar in den Reifen.

Ansonsten kann ich Matthias nur beipflichten. Es war eine sehr gut organisierte Tour in schöner Landschaft bei bestem Wetter. Nächstes Jahr wieder!